CRANIAL-WORKS
Zur Geschichte:
Der amerikanische Chiropraktiker William Garner Sutherland (1873–1954) der Schüler des Begründers (Dr. Andrew T.Still) der Osteopathie war, entwickelte manuelle Techniken um blockierte Körperstellen zu lösen und den osteopathischen Rhythmus wieder in Gang zu setzen. Diese Arbeit nannte er cranio-sacrale Osteopathie.
Viele Jahre später wurden diese Erkenntnisse vom dem Arzt Dr. J. E. Upledger (geb. 1931) wieder aufgegriffen. Er versuchte Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden und dem cranio-sacralen Puls herauszufinden. Aus dieser Arbeit ging die cranio-sacrale Therapie hervor. Dr. Upledger stellte fest, dass die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis), in einem bestimmten Takt (auch Primäratem genannten) und unabhängig von Puls und Atmung pulsiert - 10 bis 12 mal pro Minute. Mit Hilfe dieses Rhythmus können viele körperliche und seelische Beschwerden behandelt werden. Cranial Works ist eine Weiterentwicklung dieser Methode, die zu allererst nicht auf die Krankheit, sondern auf die Gesundheit des Menschen fokussiert ist.
Cranial Works ist eine sanfte Form von feinfühliger, aber tiefgreifender manueller Körperarbeit. Diese Körperarbeit wirkt auf körperlich und seelischer Ebene harmonisierend. Ihre Wirkung liegt im respektvollem Begleiten von Körperstrukturen in Richtung einer strukturellen Neuorganisation.
Cranial Works ist für Menschen aller Altersstufen geeignet.
Was ist das cranio-sacrale System:
Der Begriff cranio-sacral leitet sich von den lateinischen Wörtern Cranium = Schädel und Os sacrum = Kreuzbein ab. Ein wichtiger Hauptbestandteil dieses Systems ist die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit, der sogenannte Liquor cerebrospinalis. Weil es sich bei diesem System um ein vitales System handelt wird der cranio-sacrale Rhythmus des Liquor auch als Primäratem bezeichnet. Dieser Primäratem bewegt z.B. am Kopf die Schädelknochen an ihren Nähten. Die Dehnbarkeit die Nähte liegt im Millimeterbereich. Diese Dehnbarkeit und der cranio-sacrale Rhythmus werden von der Praktikerin auch am ganzen Körper präzise gespürt.
Das cranio-sacrale System umfasst:
• Die Schädelknochen
• Das Kreuzbein
• Das Gehirn
• Die Hirn- und Rückenmarkshäute
• Die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis)
Alle diese Strukturen besitzen eine enge Verbindungen zum Nervensystem, Hormonsystem (Hypophyse und Hypothalamus), Gefäß- und Organsystem, sowie Skelett und Muskulatur.
Zur Behandlung:
Die Cranial Works Praktikerin nützt den cranio-sacralen Rhythmus um blockierte und festgefahrene Körperbereiche zu finden um eine Neuorganisation zu ermöglichen. In jedem Gewebe (Knochen, Bindegewebe.) speichern wir Erinnerung, mechanische (Geburt, Sturz, Unfall, etc.) ebenso wie emotionale und psychische. Der Körper jedes Menschen erzählt Geschichten, die ihm im Laufe der Zeit widerfahren und im Gewebe gespeichert sind. Die Cranial Works Praktikerin "hört" diesen Geschichten mit den Händen, als auch mit den Ohren zu, bis diese Geschichten erzählt sind und der Körper seine manifestierten Muster/Strukturen loslässt. Dazu werden sowohl klassische manuelle Techniken, sowie Gesprächsführung eingesetzt.
Die tiefgreifende und feinfühlige Wirkung von Cranial Works liegt darin, dass die Praktikerin sich an die Gesundheit wendet, die in jedem Menschen vorhanden ist. Diese Kraft, wie sie in der biodynamischen Cranial-Arbeit genannt wird, ist die Quelle, von der aus der Mensch sich entwickeln kann und alte, unbrauchbar gewordene Körpermuster ablegt. Die Aufgabe der Cranial Works Praktikerin ist es, ihn auf diesem Weg zu begleiten.
Ablauf einer Behandlung:
Bei der 1. Sitzung findet ein ausführliches Erstgespräch statt.
Bei der Sitzung selbst liegt der Kunde/die Kundin bekleidet auf einem Massagetisch. Kinder liegen oder sitzen auf dem Massagetisch, können aber auch auf dem Schoß der Eltern sitzen oder gehalten werden.
Die Sitzungen erlebt der Kunde/die Kundin ganz individuell. Er/Sie kann z.B. vorerst unruhig sein, um dann in einer nächsten Sitzung eine tiefe Entspannung zu erfahren. Bedeutungsvoll bei dieser Methode ist es, dass auch die Seele ihr Gleichgewicht wiederfinden kann.
Anwendungsgebiete:
- Chronische Schmerzzustände des Bewegungsapparates mit stressbedingten Folgeerscheinungen und Überlastungen
- Verstauchungen
- Verrenkungen
- Gelenksschmerzen
- Unfallfolgen (Schleudertrauma, Sturz, etc.)
- Beckenschiefstand
- Beckenbodenschwäche
- Verdauungsstörungen
- Migräne und anderen Arten von Kopfschmerzen
- "Tennisarm"/"Mausarm"
- Hör- und Sehstörungen
- Emotionale/psychische Überlastungen
- Hyperaktivität mit Konzentrationsschwächen
- Nachbehandlung von Geburtserfahrungen bei Babys und Kleinkindern
- Wochenbettdepression